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ROCK MASTER

Untitled Document INTERNATIONAL CLIMBING CONTEST ROCK-MASTER VON: WWW.WIKINGER.COM

GRIFFE SO KLEIN, DASS SIE IHREN NAMEN NICHT VERDIENEN. TRITTE SO WINZIG, DASS EIN ZEH DEUTLICH GRÖSSER IST. UND WÄNDE SO STEIL, DASS NORMALSTERBLICHE SIE MIT EINEM AUFZUG BEWÄLTIGEN WÜRDEN. GERADE DAS RICHTIGE TERRAIN FÜR DIE TEILNEHMER DES „ARCO ROCK-MASTERS 2004“ . DIE MUTTER ALLER EUROPÄISCHEN FREECLIMBING-WETTBEWERBE.


WAS ALS BELÄCHELTE VERIRRUNG VON JUGENDLICHEN BERGSTEIGERN vor 18 Jahren begann, entwickelte sich schnell zu DEM Event der Freeclimbing-Szene. Nirgends sonst kamen an zwei Tagen so viele hervorragende Freeclimber zusammen, wie in Arco am ersten September-Wochenende. Und niemals sonst wurde das kleine Städtchen im Norden des Gardasees von so vielen unerhört gut aussehenden Menschen bevölkert.
Der Laie kann sich kaum satt sehen an diesen drahtigen, sonnengebräunten Bodies. Athletisch, kein Gramm Fett zuviel und beste Proportionen. Allein schon Grund genug, dieser Sportart mal einen Besuch abzustatten.
Das Örtchen Arco bietet der Freeclimbing-Gemeinde beste Bedingungen. Nach Aussage einiger Athleten steht hier die weltweit höchste Kletterwand. Wer hierher eingeladen wird, hat in etlichen regionalen und nationalen Events bereits sein Können gezeigt.
Aber auch Anfänger kommen außerhalb der Wettkämpfe auf ihre Kosten. Vielfältige Einsteigerkurse an verschiedenen künstlichen Kletterwänden oder in der malerischen vertikalen Umgebung stehen Anfängern zur Verfügung. Bis hin zu den echten Könnern geben sich auch die Felskletterer aus allen Teilen der Welt ein Stelldichein in der Region rund um Arco.
Und dass man fünf Kilometer weiter am Gardasee hervorragend Mountainbiken oder Wind- und Kite-Surfen kann, bringt ständig interessante, sportliche Menschen in den Landstrich.
Wir sind von der Gegend jedenfalls begeistert!

DER EVENT
Das Rock-Master findet alljährlich statt. An zwei Tagen stellt sich die weibliche und männliche Europa-Elite der Climber verschiedenen Disziplinen. Alle finden seit 1987 ausschließlich an künstlichen Kletterwänden statt. Das hat Publikumsnähe zur Folge und natürlich Chancengleichheit. Jeder Starter findet die exakt gleichen Verhältnisse vor. Das ist sehr wichtig, geht es doch darum, einen Parcours von bis zu 20 Metern Höhe auf Zeit zu bewältigen. Die Routen werden von international bekannten Routendesignern erstellt, ähnlich wie im Reitsport. So entstehen spektakuläre Übergänge und Positionswechsel. Klasse Augenfutter für die Fans.

DIE SPORTLER
Es gibt echte Stars wie den Polen Olesky oder den Franzosen Chabot, bei den Damen die 18-jährige Angela Eiter aus Österreich oder die Französin Sandrine Levet. Sie sind Werbeträger diverser Hersteller und verdienen durch Sponsoren ganz gut. Siegesprämien kommen hinzu. Alle sind in der Szene berühmt. Allesamt durchtrainierte Spitzenathleten. Sehnig, drahtig. Bis zu 100 Klimmzüge am Stück sind selbst bei Frauen keine Seltenheit. Dabei sind die Damen sehr grazil, die Jungs athletisch, ähnlich wie Turner. Neben dem täglichen Training an diversen Kletterwänden betreiben alle Laufsport als Ausdauertraining, dazu Mountainbiking und Kraftsport mit spezifischen Übungen. Sehr speziell ist die Unterarm- und Griffkraft aller Teilnehmer. Selbst die kleinsten Mädels haben einen Händedruck wie ein Schraubstock.
Eine vernünftige sportmedizinische Begleitung haben alle. Massagen und Physiotherapie gehören einfach dazu, will man in diesem Sport auf hohem Niveau arbeiten. Denn kaum eine andere Sportart beansprucht den Bewegungsapparat so komplett vom Finger bis in den kleinsten Zeh.
Bei der Nahrungsaufnahme spielen Kohlenhydrate eine große Rolle, ähnlich wie im Ausdauersport.

DIE DISZIPLINEN
Weil verschiedene Spezialisten an den Start gehen, gibt es auch verschiedene Disziplinen. Um nicht alle an einem Tag durchführen zu müssen, werden sie auf zwei Wettkampftage verteilt.

HIGH DIFFICULTY:
Die Krönung dieser Sportart. Schwierigkeit Stufe VII+ für Herren, knapp V für die Damen. Eine fast 20 Meter hohe Wand mit einem fünf Meter brei- ten Überhang am oberen Ende ist zu durchklettern. Diese begeisternde Prüfung wird zweimal geklettert. Einmal -
„After Work“: Hier dürfen die Teilnehmer eine Trainingseinheit an der Wand durchklettern. Sie kennen also die Wand beim Wettkampf und stellen so erstaunlich schnelle Zeiten auf.
„On Sight“: Die Teilnehmer kennen die Route an der Wand nicht, haben zu Beginn des Wettkampfes eine Minute Zeit, sie mit den Augen abzusuchen. Dabei dürfen sie auch Ferngläser benutzen. Danach geht es sofort los.

THE DUEL
Wie der Name schon sagt, stehen sich hier zwei Wettkämpfer gegenüber. Sie klettern parallel eine exakt identische Route. Ein Sprint vertikal, emotionsgeladen und von den Zuschauern frenetisch bejubelt. Auch hier haben die Wettkämpfer nur eine Minute zu Beginn, um sich die Wand anzuschauen.

SPEED
Eine vergleichbar „einfache“ Route, senkrecht an einer 15 Meter hohen Wand. Ebenfalls jeweils zwei Starter gegeneinander nebeneinander. Schnelligkeit ist das A und O. Die besten Zeiten liegen bei rund zehn (10!) Sekunden.

BOULDER
Das Bouldern ist auch denen ein Begriff, die mit dem klassischen Bergsteigen nicht so viel am Hut haben. Es beschreibt eigentlich das Klettern an einem Felsen (Boulder) ohne Höhen-gewinnung, oft horizontale Strecken in Bodennähe. Es übt Griffe und Kraft und darf im Zweifel auch mal eine alte Friedhofsmauer oder der Betonrest eines Abbruchhauses sein. Hauptsache, man kann sich irgendwie festhalten.
Im Wettkampfsport ist es die Disziplin mit der größten Publikumsnähe und bereichert das Rock-Master seit 1999 als fester Bestandteil.
An vier Routen knapp über dem Erdboden versuchen sich die Starter. Eigentlich immer nur wenige Griffe, und sie wären durch. Aber die haben es in sich. Längst nicht alle schaffen mehr als zwei, drei Griffe, bevor sie von der Wand fallen. Dann landen sie auf dicken Sportmatten. Die Zuschauer erkennen aus nächster Nähe jeden Griff, die Anspannung in den Gesichtern und die extreme Spannung im ganzen Körper.
Hier zählt das Durchsteigen der Route an sich, denn nicht alle Athleten kommen durch. Es ist ein Shootout: wer fällt, scheidet aus. Unter den Finalisten, die alle Routen bezwingen, entscheidet die benötigte Zeit.

FAZIT
Eine begeisternde Sportart für die Sommerzeit. Selbst im Winter kann in geeigneten Kletterhallen trainiert werden. Nicht selten führt das Hallenklettern später zum Felsklettern, was eine weitere Dimension ausmacht, weil es nicht so planbar ist.
Anno 2004 sah Arco tolle Wettkämpfe mit fitten Menschen, allerbestem Wetter und einer super positiven Stimmung. Das Rockmaster Arco 2005 wird eine Reise wert sein. Fahrt mal hin! M&F

Infos und Kontakt: www.rockmaster.com oder www.digitalrock.de. Associazione Rockmaster, C.P. 60, IT 38062 Arco TN, info@rockmaster.com.
 

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