Ein Muscle & Fitness Redaktionsmitglied in den USA über ihre 12-wöchige Körperverwandlung
Von Janelle Canady
"Okay, jetzt möchte ich, dass du lächelst und mir eine Doppelbizeps-Pose zeigst, Bauch angespannen, großartig. Okay, noch ein Bild, diesmal legst du deine Hände auf die Hüfte und bringst deine linke Schulter zu mir, anspannen, lächeln, perfekt..."
Schon während sie auf die Entwicklung der Polaroids warten, zappeln Models herum, erwarten nervös den schlimmsten Schnappschuss, den es gibt und der unvermeidbar bestimmt, ob ihre Form gut genug ist, die begehrten Seiten der Muscle & Fitness zu zieren. Wenn mich die Models hier in der Design-Abteilung besuchen, treffe ich selten eines, dass nicht wirklich hart daran arbeitet, ihren fabelhaften Körper zu erhalten.
Als Creative Coordinator habe ich hohe Erwartungen von den Körpern, die ich engagiere und ich war neugierig, zu sehen, ob auch ich dieselben Standards erreichen könnte. Das GoldZ<caron>s Gym veranstaltete einen Wettkampf, bei dem der Sieger - die Person, die ihren Körper am stärksten verbessern könnte - Geld und Preise gewinnen würde. Ich fragte mich: Könnte die GoldZ<caron>s Gym Body Revolution wirklich einen durchschnittlichen Körper wie meinen in nur 12 Wochen in einen Fitness-Körper verwandeln? Durch die Arbeit bei Weider dachte ich, eine gute Vorstellung davon, was Fitness-Models und Wettkämpferinnen durchmachten, um unglaubliche Körper zu bekommen, zu haben; ich erwartete, dass die Trainingseinheiten anstrengend wären, aber ich hätte nie gedacht, sie würden emotional und körperlich so anstrengend sein. Mein gesamter Lebensstil veränderte sich, nicht nur in den 12 Wochen. Was als Streben nach dem perfekten Körper begann, wurde überraschend mehr, als ich jemals gedacht hätte.
Woche 1
Bei meinem ersten Besuch im GoldZ<caron>s Gym, Venice, treffe ich den bekannten Trainer Dana Vatanpour. Er kommt gleich zum Geschäft und bewertet die Mahlzeiten, die ich esse, sowie meine Erfahrung mit dem Gewichtstraining. Bei der Besprechung meiner Diät sage ich ihm, dass ich mich von Sandwiches und Müsli ernähre. Dana erstellt sofort ein Kardioprogramm, das aus 40 Minuten, viermal wöchentlich, besteht. Wir machen ?Vorher"-Bilder mit der Polaroid-Kamera und ich fange an, nervös zu werden. Nach dem Blick auf die Fotos schwöre ich, alles zu tun, was Dana sagt.
Wir vereinbaren, uns jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 19.00 Uhr zu treffen und ich komme zu meinem ersten Training in meinem schönsten Studio-Outfit, in der Hoffnung, fit auszusehen. Dana bewertet mein Ausdauer- und Kraftniveau, was er auf einer Skala von 1-10 bei 4 einschätzt. Dreißig Minuten später fange ich in meiner ersten Trainingseinheit an, Schwindel und Übelkeit zu verspüren. Mein Ego hält mich fast davon ab, irgendetwas zu sagen, aber bevor ich es weiß, sprudelt es aus mir heraus:"Ich fühle mich nicht so gut." Er misst meine Herzfrequenz und lässt mich liegen, während er ein feuchtes Tuch für meine Stirn holt. Beschämt gebe ich vor, zwischen den Sätzen zu pausieren. Ich vergesse schnell, hübsch und fit auszusehen.
Woche 2
Im Verlauf der zweiten Woche fühle ich mich, als ob ich von einem LKW überfahren worden bin. Ich verliere den vollständigen Bewegungsradius meiner Gliedmaßen, die Fähigkeit, meinen Körper aus dem Bett zu heben und den Willen, zu tun, was Dana sagt. Ich kann mich kaum anziehen, geschweige denn sechs Mahlzeiten pro Tag kochen. Ich muss mehr als einmal alle zwei Monate zum Supermarkt. Ich muss Mahlzeiten planen, sie im Voraus zubereiten (Übersetzung: Töpfe und Pfannen kaufen) und mir überlegen, wie ich all das Essen zur Arbeit bekomme, ohne dass es verdirbt. Ich habe das Kardio außerdem auf 50 Minuten, fünfmal pro Woche, gesteigert. Wer hat bloß Zeit für all das? frage ich mich langsam. Ich muss definitiv verrückt geworden sein, denn ich mache es und beschwere mich nicht.
Woche 3
Jeden Morgen bringt das Geräusch des Weckers Unglaube mit sich. Ich gehe in Zeitlupe und stehe auf, um im Studio mein Kardio zu machen, trage die zerknitterte Kleidung, in der ich gerade aufwache. Trotz der Tatsache, dass mir alles wehtut, freue ich mich auf die neuen Übungen, die Dana für mich bereit hält und ich strenge mich mehr an, als je zuvor in meinem Leben. Er hält mich mit Zirkeltraining in Bewegung, wechselt Körperteile mit kurzen Pausen dazwischen ab. Ich trainiere, um meine Kraft aufzubauen und Dana hält meine Intensität auf einer Skala von 1-10 bei ca. 6. Diese ersten Wochen waren darauf ausgerichtet, meine Ausdauer und Schwachpunkte zu steigern, was ich verzweifelt gebraucht habe.
Woche 4
Nach vier Wochen entscheidet sich Dana, meinen Körper zu fotografieren, um zu sehen, wo ich Verbesserungen gemacht habe und um die Konzentration darauf zu legen, Muskeln aufzubauen. Ich bin absolut begeistert: Meine Oberschenkel haben Form, meine Taille ist schmaler, meine Schultern ragen heraus und, was am besten ist, mein Gesäß fällt nicht herunter. Ich habe diese Polaroids immer dabei, besonders auf den Kardiomaschinen, um mich motiviert zu halten. Wenn ich nicht entschlossen wäre, weitere acht Wochen zu machen, wäre ich absolut zufrieden mit meinem Körper nach vier Wochen.
Von jetzt an beginnen wir, Supersätze für jede Übung zu machen. Mein Intensitätsniveau ist jetzt bei 8 und wir beginnen unsere Trainingseinheiten mit größeren Muskeln und arbeiten uns durch zu den kleineren. Auch wenn ich Kardio hasse, macht es irgendwie Spaß, die Leute im GoldZ<caron>s Venice zu beobachten.
Woche 5
Ich fange an, meine Ernährungsgewohnheiten ernsthaft zu kontrollieren und mich von meinen Reiseverpflichtungen nicht dazu verleiten zu lassen, eine schlechte Wahl zu treffen. Ich führe ein wöchentliches Ernährungsbuch mit absoluter Ehrlichkeit, zeige Dana alles, so dass er die Dinge hervorheben kann, die ich beseitigen muss.
Ich unterbreche meinen Arbeitstag jetzt alle drei Stunden, um zu essen: Mikrowelle, Schneiden und Auftischen. Meine Kollegen, so hilfreich sie sind, machen sich über meine Gänge zum Essensraum lustig. Ein Kollege lacht sogar über meine Kühlbox, sagt, dass es aussieht, als ob ich Spenderorgane mit mir herumtrage.
Woche 6
Mein sechswöchiger Körperfett-Test steht an und ich stelle fest, dass ich 8 % verloren habe. Ich bin schockiert. Plötzlich erkenne ich, dass ich die Hälfte des Programms hinter mir habe und verlasse mich auf Dana, mir alles vorzugeben, was ich machen soll. Bei 80 Dollar pro Trainingseinheit würden sich viele zu stark darauf verlassen, an der Hand gehalten zu werden. Ich weiß jedoch, dass ich diejenige sein werde, die zu Kreuze kriecht, wenn ich mein Ziel nicht erreiche, also verspreche ich, die Fitness von jetzt an zu meiner obersten Priorität zu machen. Dana instruiert mich, um mir zu helfen, zu visualisieren, wie ich das Programm beibehalten und meine Stolpersteine voraussehen kann. Das ist sehr hilfreich, weil ich bemerkt habe, dass, wenn ich in sozialen Situationen ständig "nein" sage, ich mich wie eine Aussätzige fühle.
Woche 7
Dana bringt Plyometrics in mein Training ein. Ich betrachte mich nicht als Athletin und fühle mich sehr unkoordiniert. Ich bevorzuge die Übungen, mit denen ich vertraut bin und ich mag Veränderungen nicht. Doch ich sprinte die Stufen nach oben, hüpfe und mache andere explosive Bewegungen, nutze definitiv Muskeln, an die ich nicht gewöhnt bin.
Diese Woche fahre ich nach Miami, um Fototermine zu koordinieren und Models zu engagieren, nehme meine Kühlbox mit ins Flugzeug. In Florida suche ich mir örtliche Studios und stehe früh auf, um mein Kardio zu machen. Ich ernähre mich gut in South Beach, da viele Restaurants den Fitness-Lebensstil unterstützen und ich von der Masse an schönen Körpern, die den Ocean Drive hinunter flanieren, inspiriert bin.
Woche 8
Mein Kardio fängt an, monoton zu werden, da ich jetzt zwei Stunden pro Tag, sechs Tage pro Woche, absolviere, um das Körperfett loszuwerden. Um die Langeweile zu ertragen, fange ich an, Sitzrad zu fahren, während ich meinen Palm Pilot programmiere, denn seine Software hat es mir ermöglicht, meine Mahlzeiten, Kalorien und Ausgaben zu überprüfen. Ich fange an, auch einige Kurse auszuprobieren, wie Funky Bizness und Urban Stretch, um die Dinge interessant halten. Dana hat mich auf einen fortgeschrittenen Zirkel gesetzt, in dem ich Gigantensätze für jeden Körperteil mache, stärker versuche, die Muskeln zu isolieren und einen Körperteil zu ermüden, bevor ich zum nächsten übergehe.
Woche 10
Trotz des hektischen Zeitplans (ich bin in den letzten drei Monaten achtmal auf Reisen gewesen) bin ich während der Woche sehr fleißig. Ich habe mein Training und meine Ernährung vor alle anderen Dinge gesetzt und es fängt an, sich körperlich und emotional auszuwirken. Ich bezahle meine Rechnungen zu spät und habe seit Wochen nicht mit meiner Familie gesprochen. Je näher ich dem Ende des Programms komme, desto mehr habe ich das Gefühl, einen Sponsor zu brauchen, so wie die Alkoholiker bei den AA, um ihr Verlangen zu überwinden. Meine Moral ist niedrig und ich habe Angst, dass ich mein Ziel nicht erreichen werde. Ich verinnerliche all die Fehler, die ich gemacht habe, und es ist offensichtlich, dass es Lücken in meinem Leben gibt, von deren Existenz ich nicht einmal gewusst habe.
Wochen 11-12
Während der letzten Wochen des Programms war ich so beschäftigt mit Kardio und meiner Ernährung, dass ich aufgehört habe, mein Ernährungsbuch zu führen. Ich esse jeden Tag dasselbe und bin so beständig, dass ich es nicht mehr aufschreiben muss. Ich kann nur daran denken, mein Ziel zu erreichen.
Meine Leistung bei der Arbeit und beim Training fängt an, zu leiden, während ich meine Kohlenhydrate dramatisch reduziere. Ich verlasse mich auf Haferflocken und Erdnussbutter als mein Hauptmahl der Wahl. Dana ist gnädig zu mir; es ist für ihn offensichtlich, dass ich erschöpft bin und auf das Ende warte. Mein Kleidung passt nicht mehr. Kollegen nennen mich dünn und das macht mich reizbar.
Auch wenn ich erschöpft bin, ich bin bereit, meine "Nachher"-Fotos machen zu lassen. Ich trage methodisch meinen Selbstbräuner auf (kein "Nachher"-Foto ist vollständig ohne die Bräune und ein glückliches Lächeln) und staube meinen alten Bikini ab. Ich warte ungeduldig auf meine Körperfett-Ergebnisse und als ich herausfinde, dass ich mein Ziel erreicht habe, fließt eine Welle der Erleichterung durch mich und ich muss mich hinsetzen. Ich denke an all die Dinge, die ich hätte anders machen können, gebe dann auf. Obwohl sich der neue Fitness-Körper fantastisch anfühlt, wollte ich wirklich am meisten feiern, dass er den Wert meines Lebens durch Struktur und Disziplin gesteigert hat.
Auch wenn ich in meiner Altersklasse keinen Geldpreis gewonnen habe (der Erste und Zweitplatzierte erhielten 10.000 bzw. 5.000 Dollar), erschien es wie eine unwichtige Beigabe, Geld zu gewinnen. Ich war bereit für mein eigenes Polaroid und das war sein Gewicht in Gold viele Male wert.
"Glaubst du, du wirst dabei bleiben?" wollte jeder von mir wissen. Hier ist meine Antwort: Wenn ich gewusst hätte, wie gut es sich anfühlt, den Körper, von dem man geträumt hat, zu bekommen, hätte ich es vor langer Zeit schon gemacht.
Dieser Artikel ist lediglich eine Empfehlung. Er ist nicht als medizinischer Rat zu verstehen und nicht dazu bestimmt, den Rat oder dir Aufmerksamkeit von Gesundheitsexperten zu ersetzen. Konsultieren Sie immer einen Artz, bevor Sie Veränderungen in der Ernährung vornehmen, mit einer Ergänzung oder dem Training beginnen oder die Dosierung oder das Training verändern.</CARON></CARON></CARON></CARON> |
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