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PROFESSIONELLER AUFSTIEG
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PROFESSIONELLER AUFSTIEG
MIT ALEXANDRA KÖHLER HAT DEUTSCHLAND EINE WÜRDIGE FITNESS-VERTRETERIN
Die deutsche Profi-Szene boomt und endlich wird dieses Land auch im Bereich der
Fitnesswettkämpfe würdig vertreten. Mit Alexandra Köhler hat das
deutsche Athleten-Team eine Wettkämpferin, die sich nach vielen erfolgreichen
Jahren im Amateur-Bereich dazu entschlossen hat, den Schritt auf die Profi-Bühne
zu wagen. Obwohl das mit einem Wechsel verbunden ist. Wer Alexandra einmal auf
einer Bühne gesehen hat, der mag kaum glauben, dass sie das Kräftemessen
- wie ihr amerikanisches Vorbild Monica Brant – mit dem enormen Kaliber
der professionellen Fitnessfrauen scheut und sich lieber in der Figurklasse versuchen
möchte.
Der Grund hierfür sind u.a. die hohen Anforderungen der Kür, denen
eigentlich nur eine ausgebildete Turnerin standhalten kann. Dennoch ist der Turnsport
keine unbekannte Aktivität für Alexandra, die das auf der Bühne
durch eine energiereiche und extrem anspruchsvolle Kür unter Beweis stellt.
Bereits als Kind von ca. 7 Jahren fühlte sich Alexandra zum Turnen hingezogen,
was aber eigentlich ein schon fast später Einstieg in diese Sportart war
und daher auch in der Zukunft ein Hobby blieb. Nach dem Abschluss der Schule
entschloss sie sich zu einer Ausbildung an der Berufsfachschule für Sport – ein
Entschluss, der sie das erste Mal auch in ein Fitness-Studio führte. Aus
dem gelegentlichen Jobben als Trainerin und Aerobic-Instruktor wurde nach Schulabschluss
ein fester Job und Alexandra fing parallel zu ihrer Tätigkeit an, auch ihren
Körper regelmäßig zu trainieren.
Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten und bereits 3 Jahre später
konnte sie davon überzeugt werden, einen Fuß auf die Wettkampfbühne
zu setzen. (Kein ganz neuer Schritt, da sie bereits zuvor Wettkämpfe im
Bereich Aerobic bestritten hatte.) Ihr erster Wettkampf, die Oberbayerische Meisterschaft,
war ein voller Erfolg und endete mit dem Sieg in der Fitnessklasse, gefolgt von
einem zweiten Platz auf der Bayerischen Meisterschaft und einem fünften
Platz auf der Deutschen Meisterschaft – für Alexandra ein tolles Erlebnis
und der Startschuss für eine große Karriere. Sie wurde zu einer regelmäßigen
Teilnehmerin in jeder Saison und konnte ihre Bemühungen 1998 endlich mit
dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft belohnen (2003 wurde sie zum zweiten
Mal Deutsche Meisterin). Zeit für eine Steigerung und die internationalen
Bühnen.
„Ich wollte unbedingt international starten und stand das erste Mal in
Brasilien
auf einer WM-Bühne, leider mit eher mäßigem Erfolg“, erinnert
sie sich. „Ich hatte keine Unterstützung in Sachen Diät und probierte
die ketogene Diät aus, was leider ein Fehler war. Ich landete ziemlich weit
hinten und war sehr enttäuscht, wollte daraufhin eigentlich nichts mehr
machen.“ Glücklicherweise lernte sie ihren jetzigen Lebensgefährten
Yasin Oerenc kennen, selbst aktiver Wettkämpfer, der sie ermutigen konnte,
es noch einmal zu versuchen. Mit Hilfe von Sefan Röckle, der sie in Sachen
Ernährung an die Hand nahm, bereitete sie sich auf die WM 2003 in Spanien
vor und konnte sich dort erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz zur
Wehr setzen. „Ich war in der Figurbewertung durchgehend auf Platz Zwei
und rutschte durch die Kür, an die wirklich sehr hohe Ansprüche gestellt
werden, auf Platz Fünf. Ich persönlich war sehr zufrieden, das Finale
erreicht zu haben“, sagt Alexandra. In der Tat so zufrieden, dass sie sich
entschied, die Profi-Lizenz zu beantragen, ein bislang wenig eingeschlagener
Weg in der deutschen Fitness-Szene. Die Bestätigung bekam sie Ende letzten
Jahres.
Auch wenn Alexandra zugibt, dass die Kür ihr enorme Freude bereitet, weiß sie
um den enorm hohen Standard bei den Profi-Wettkämpfen und möchte sich
dieser Tortur eigentlich nicht aussetzen. Trotz ihrer turnerischen Fähigkeiten
ist sie realistisch und vernünftig genug, ihrem Körper die extrem harte
Vorbereitung im Leistungsbereich zu ersparen. Vielleicht haben da auch einige
Verletzungen, die sie in der letzten Vorbereitung erlitten hat, mitgewirkt. Da
bietet die noch immer relativ junge Figurklasse eine ideale Plattform für
sie, so dass sie sich in der Vorbereitung ganz auf ihre Diät und Form konzentrieren
kann. Denn auch wenn Alexandra eine Vollblut-Sportlerin ist, achtet sie sehr
darauf, dass ihr Privatleben und ihre kleine Familie (sie hat eine 4 1/2-jährige
Tochter, Lea) nicht zu kurz kommen.
KURZ UND INTENSIV
Während Alexandra ihr Debüt in der Profi-Liga für das nächste
Jahr geplant hat, ist das Gewichtstraining weiterhin eine Priorität in ihrem
Training, da sie ihr Ausdauertraining schon ausreichend mit den Kursen (Tae Bo,
Spinning, 3-4-mal pro Woche), die sie im Studio gibt, erfüllt. „Nur
nach einem Wettkampf gehe ich einige Male pro Woche auf das Laufband und das
Gewichtstraining wird etwas reduziert, um mal etwas anderes zu machen und nach
Abschluss der Diät nicht massiv zuzunehmen“, erklärt Alexandra.
So schafft sie es, auch off-season ihr Wettkampfgewicht ungefähr zu halten,
wenn auch mit etwas veränderter Körperzusammensetzung. Ihr Training
selbst ist sehr ausgewogen, mit Ausnahme der Muskelgruppen Bauch und Waden. Die
Waden sind ein Geschenk von Mutter Natur und sind noch nie zusätzlich trainiert
worden. Als ehemaligen Schwachpunkt bezeichnet sie allerdings ihren Bauch, den
sie aber mit fast täglichem und schwerem Training erfolgreich verbessern
konnte. Ein Blick auf die Fotos beweist nicht nur den Erfolg ihrer Methode, er
sollte auch allen Müttern Mut machen, wie fantastisch eine Frau nach einer
Schwangerschaft aussehen kann. So ausgewogen wie ihr Körper ist auch ihr
Training und so bearbeitet Alexandra ihre kleineren Muskelgruppen mit 3 Übungen á 3
Sätze und die größeren mit 3 Übungen á 4 Sätze.
Trainiert wird an 6 Tagen die Woche, jeweils eine Muskelgruppe in Einheiten von
30-45 Minuten Länge.
Apropos Schwangerschaft: Alexandra hat bis sechs Wochen vor der Geburt von Lea
weiterhin trainiert und ihre alte Form im Anschluss relativ schnell wiedererlangt,
obwohl sie zugibt, dass die Muskulatur vorübergehend zurückgegangen
war.
AKTIVE SCHÜTZENHILFE
In Sachen Ernährung zeigt Alexandra eine recht entspannte Haltung und verlässt
sich für ihre Vorbereitungen ganz auf das Fachwissen ihres Beraters Stefan
Röckle. Einzig der Ausflug in die Welt der Eiweiß-Fett-Diät war
ein Reinfall für sie, auch wenn es sicherlich Spaß gemacht hat, in
der Vorbereitung Erdnüsse essen zu dürfen. Jetzt verlässt sie
sich auf relativ wenig Protein und nimmt viele Kohlenhydrate zu sich, während
vor einem Wettkampf die Optik darüber entscheidet, welche Nährstoffe
in welchen Mengen reduziert werden müssen.
Wie ihre Diät als professionelle Fitnessathletin aussehen wird, muss noch
geplant werden, schließlich weiß auch Alexandra um die teilweise
inkonsequenten Richtlinien der Körperbewertung. Aber in jedem Fall wird
sie auf etwas mehr Härte abzielen als bei deutschen Meisterschaften von
ihr verlangt wurde.
Wer in der Zwischenzeit nicht auf die dynamischen Auftritte dieser Ausnahme-Athletin
verzichten will, kann sie sicherlich bei einem ihrer Gastauftritte bewundern.
Aufgrund ihrer geringen Gewichtsschwankungen muss sie sich nicht lange auf Auftritte
vorbereiten und eine strikte Diät befolgen. Sie übt ihre Kür und
schiebt etwas Flexibilitätstraining ein, um das
Publikum jedes Mal aufs Neue mitzureißen.
Auf die Frage, was die Leute noch über sie wissen sollten, legt Alexandra
mehr Wert darauf, ihren Dank auszusprechen, als für ihre eigene Person zu
werben. Sie weiß um die Bedeutung vernünftiger Unterstützung
und möchten ihren Dank besonders ihrem Lebensgefährten Yasin Oerenc,
ihrem Berater Stefan Röckle, ihrer Freundin und hilfreichen Kollegin Barbara
Engelsmann und dem Verbandsvorsitzenden von Baden-Württemberg, Thomas Gerstner,
aussprechen. M&F
Eine eigene Internetseite ist in Arbeit und bis Alexandra im Netz zu bewundern
ist, kann sie über das Studio Fitness for You in 72585 Riederich (Industriestr.
8) erreicht werden, Tel. 07123-32211, www.fitness-4you.de.
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